Idee

Entstehungsprozess

Die EU hat 2007 zum „Jahr der Chancengleichheit für alle“ erklärt. Chancengleichheit bezieht sich dabei nicht nur auf das Geschlecht, sondern auch auf Rasse, ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität.
Regina Hellwig-Schmid, Künstlerin und Preisträgerin „Frauen Europas Deutschland 2004“ und Marga Teufel, Leiterin der Gleichstellungsstelle der Stadt Regensburg, haben im Herbst 2006 Ideen entwickelt, wie dieses Jahr in Regensburg umgesetzt werden könnte.

Projektidee Performance „Europäisches Frauenparlament“

Wir laden anlässlich „Europa ist 50“ 27 europäische Mitbürgerinnen aus den EU-Ländern am Mo., 07.05.2007, 12.30 Uhr, zum ‛europäischen Frauenparlament‛ am Neupfarrplatz ein. Die Teilnehmerinnen werden von Regensburger Organisationen vorgeschlagen oder sind über Netzwerke / Organisationen / Fachdienststellen angesprochen worden. Jede Teilnehmerin spricht ein aus ihrem Heimatland stammendes Zitat zum Thema „Chancengleichheit“ in ihrer Landessprache. Die Performance wird von Frauen mit Zitaten weiblicher Autorinnen aus den Heimatländern in der Heimatsprache der Teilnehmerinnen gestaltet, um Frauen (die auch 2007 in vielen Bereichen noch unterrepräsentiert sind) sichtbar zu machen. Regina Hellwig-Schmid trägt die deutsche Übersetzung vor. Zeitgleich werden die Zitate in deutscher Sprache in Form einer Multi-Media-Show präsentiert (Power-Point-Präsentation Arbeitstitel: Starwalk).

Projektidee „Wahl des Regensburger Mottos zum Jahr der Chancengleichheit für alle“

Die anlässlich der Infotour „Europa ist 50“ konzipierte Performance ist eingebunden in das von Regina Hellwig-Schmid und Marga Teufel entwickelte Projekt zum Jahr der Chancengleichheit für alle:
„Wahl des Regensburger Mottos zum Jahr der Chancengleichheit für alle“. Aus den 27 EU-Staaten werden Zitate weiblicher Politikerinnen, Autorinnen, Künstlerinnen… zum Thema Chancengleichheit (im Sinne des AGG: Rasse, Ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, Sexuelle Identität) gesammelt. Das Projektteam Hellwig-Schmid/Teufel trifft eine Vorauswahl und wählt je ein Zitat aus je einem EU-Land aus. Diese Vorauswahl wird getroffen um sicherzustellen, dass möglichst viele Zitate auf der Auswahlliste übergreifenden Charakter haben und sich nicht nur auf ein Kriterium beschränken.

Wahl des Mottos

Um eine breite Basis für das „Regensburger Motto zum Jahr der Chancengleichheit für alle“ zu haben, soll der Wahlvorgang in zwei Schritten ablaufen. Die erste Wahl wird in Regensburger Netzwerken und Organisationen durchgeführt, die mit dem Themenkreis „Chancengleichheit“ arbeiten. Diese ca. 35 Netzwerke und Organisationen erhalten per Mail 27 Zitate in deutscher Sprache, die Länder/die Autorinnen sind nicht angegeben. Der Wahlmodus ist den Netzwerken und Organisationen freigestellt (z.B. Abstimmung im Intranet, Wahl im Rahmen einer Vorstandssitzung, Wahl im Rahmen einer Mitgliederversammlung, Wahl durch Rundmail, Delegation an Personen, die die Auswahl vornehmen).
Die Netzwerke/Organisationen wählen aus den 27 Zitaten drei Zitate aus, die sie für die Endauswahl „Motto zum Jahr der Chancengleichheit für alle“ vorschlagen, wobei die Vorgabe ist, dass Wahllisten, die mehr als drei Kreuze enthalten, nicht gewertet werden dürfen. Die Netzwerke/Organisationen mailen die von ihnen gewählten drei Zitate an die Gleichstellungsstelle zurück. Die Gleichstellungsstelle ermittelt die drei Zitate mit den meisten Nennungen. Die endgültige Wahl des Mottos wird von Regensburger Kommunalpolitiker/innen vorgenommen.

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