Kulturpreis Bayern für Regina Hellwig-Schmid

Ehre für Künstlerin, Kuratorin, Feministin, Menschenrechtsaktivistin

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und die Bayernwerk AG würdigen mit dem Kulturpreis Bayern herausragende Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst. Preisträgerin in diesem Jahr ist Regina Hellwig-Schmid – Künstlerin, Kuratorin, Feministin, Menschenrechtsaktivistin.

Zahlreiche Preise hat Regina Hellwig-Schmid für ihre gesellschaftlich engagierte und gleichzeitig künstlerische, ausgesprochen pointierte und Menschen verbindende Arbeit bereits erhalten. Für die Kunst-und Friedensaktion „pax danubiana“ im Jahr 2000 wurde sie in Berlin im Französischen Dom zur Frau Europas der Europäischen Bewegung gekürt, 2015 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Geld für neue Projekte

In diesem Jahr erhält Hellwig-Schmid für ihr Werk und ihre Leistung den 16. Bayerischen Kulturpreis. – Kein Grund die Hände in den Schoß zu legen, im Gegenteil, eine Geldspritze für ein nächstes Projekt: „Die ??? Euro fehlen gerade noch, um die Stiftung „Aussichtslos“ zu gründen.“ – Regina Hellwig Schmid ist Gründerin des Kunstknoten e.V., dessen Ziel die Gründung der Stiftung „Aussichtslos“ ist. „Es gibt so viele Künstlerinnen und Künstler mit herausragenden Ideen, denen aber das Geld für die Umsetzung fehlt. In diesen Fällen soll die Stiftung „Aussichtslos“ einspringen“, sagt die Künstlerin.  

Grenzen überschreitender Ansatz

Regina Hellwig-Schmid ist Initiatorin, künstlerische Leiterin und Vorsitzende des 2002 gegründeten donumenta e.V.  Der Verein steht für aktuelle Kunst aus 14 Ländern an der Donau: Multimedia, Performance, Installation, Fotografie, Malerei, Crossover. Der Grenzen überschreitende Ansatz ist entscheidend. So leistet die donumenta einen entscheidenden Beitrag zur Positionierung der UNESCO Weltkulturerbestadt Regensburg als Drehscheibe des internationalen Kulturaustauschs.  

Die Donau ist für Hellwig-Schmid der größte Kulturraum überhaupt. „So vielfältig wie der Donauraum ist nichts. An der Mündung, wo die Donau vom Schwarzen Meer verschluckt wird, ist sie auch noch magisch. – Was der Fluss auf 2800 Kilometern gesehen hat, was ich dort für tolle Menschen getroffen habe, ich kann es gar nicht beschreiben, solch ein Reichtum. Die Leute sind voll davon. Sie sind eine große Gemeinschaft.“
Text: Julia Weigl-Wagner

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