Einladung zur Ausstellung „Verwirbelung“ in Wien

Ausstellungsdauer: 29.04 – 05.09.2014

Fotografie | Malerei | Objekte | Installation | Video | Zeichnung
Werke von Regina Hellwig-Schmid (Regensburg, DE), Claudia-Maria Luenig (Wien, AT) und Kamilla Szíj (Budapest, HU)

Einladung zur Ausstellung „Verwirbelung“ (PDF)
Mit individuellen Konzepten und künstlerischen Interpretationen, mit Variationen in Material, Textur, Struktur und kontextuellen Positionen, nähern sich die drei Künstlerinnen dem flüssigsten Thema, dem Wasser und dessen Turbulenzen und Verwirbelungen.

KamilIa Szijs sensibel ausgeführte Zeichnungen, die aus Einzel- blättern zu großformatigen Installationen zusammenführen, lassen Bewegung und die Energie deutlich erkennen. Strukturen und Texturen treten in der Komposition klar hervor und die Referenz zu Wasser und Flüssigem ist immer wahrnehmbar, wobei die Richtung des Fließens ausgeglichen und organisiert ist. In den Arbeiten wird sichtbar wie Linie zur Struktur wird, die Struktur sich zu einer Textur verdichtet, diese dabei jedoch immer transparent und fließend in ihrer Bewegung bleibt.

Regina Hellwig-Schmids Fotografien und Videoprojektion auf eine große gemalte Wasserfläche, spielen mit den Oberflächen und deren Spiegelungen, es gibt keinen Halt für die Augen: kein Ufer und keinen Horizont – allenfalls die Wellen fordern zum assoziativen Spiel des Auf -und – Ab heraus. Die Videoprojektion „zwei Faden tief“, die schnellste bis träge Bewegung fließenden Wassers auf eine gemalte Wasseroberfläche zeigt, lässt Strukturen sekundenschnell aufscheinen, um sich gleich wieder den Blicken zu entziehen. In ihrer Installation „Logbuch eines Flusses“, die ähnlich einem unvollendeten Puzzle eine große Wandfläche einnimmt, fordern die Leerstellen zur Fortschreibung des Bildes heraus.

Die Objekte und Zeichnungen (mit gestickten Aspekten) von Claudia-Maria Luenig beschäftigen sich allesamt mit Bewegung und Durchsichtigkeit, obwohl Bilder und Kontext eher statisch und dicht erscheinen. Materialien wie Silikon und Wachs zeigen Transparenz und etwas Fließendes und haben so eine starke Ähnlichkeit zu Wasser. In dem Video „Ablution” produzieren Wasser und Wachs eine neue Form im Abdruck von Haut der Hände bzw. des Körpers, den Aggregatzustand des Erstarrens. Es bildet sich aber keine homogene neue Oberfläche, sondern neue Texturen und Formen durch Überlagerungen und somit erfährt die Terminologie von Überlappung und Textur einen neuen Status: die fließende Hülle.
Wasser ist das Thema des erarbeiteten Konzeptes aller Künstlerinnen und stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner dar, denn drei Länder, drei Städte an einem Fluss, der Donau, bieten viele Schnittstellen und Schnittmengen. Mit diesem Projekt setzt das Collegium Hungaricum Wien seine bewährte Ausstellungsreihe fort, in der sich Künstlerinnen und Künstler aus drei Ländern Mitteleuropas und des Donauraumes gemeinsam präsentieren. Neben Österreich und Ungarn, die bei jeder Ausstellung repräsentiert sind, ist dieses Mal – nach Tschechien, Polen, Kroatien und Bulgarien – eine bedeutende Künstlerin aus Deutschland beteiligt.

Eine Veranstaltung des Collegium Hungaricum Wien.
Mo, 28. April, 19.00 Uhr
CHW, Galerie UngArt

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